Dritte Liga-Runde: wichtige Punkte erflogen

Nachdem wir wetterbedingt nicht an der zweiten Runde teilnehmen konnten, haben unsere Piloten am vergangenen Wochenende wieder gekämpft und den 32. Platz als bester hessischer Verein in der dritten Segelflug-Bundesliga geholt. Bei guten aber kleinräumigen Bedingungen ging es im Zickzack vom Spessart bis in die Rheinebene. Rainer Meng und Max Gerbig erzielten dabei in der DG500 einen Schnitt von mehr als 77 Stundenkilometern. Nachwuchspilot Maximilian Schober und Bernhard Nacke komplettieren mit ihren Flügen die Wertung.

In der Gesamtwertung liegen wir derzeit auf Platz 15 von 234 bundesweit konkurrierenden Vereinen in Reichweite der Aufstiegsplätze in die 2. Segelflug-Bundesliga.

Fluglager zum Saisonstart in Babenhausen - Nachlese

Das wieder mit dem Babenhäuser Segelflugverein in der Woche nach Ostern durchgeführte Fliegerlager hatte dieses Jahr seinen eigenen Charakter. Der Freitagnachmittag zeigte, was in der kalten Frühjahrsluft möglich ist: Wolkenstraßenrennen bei bester Sicht! Sonst war es fliegerisch bescheiden. Aber immerhin konnten die 28 Reinheimer Teilnehmer sechzehnmal im Flugzeugschlepp und 82 mal an der Winde starten, dabei die jährlichen Überprüfungen mit Fluglehrer durchführen und die ersten Übungsflüge machen. Die Regenstunden waren mit Theorieprüfungen der Flugschüler, Funksprechzeugnisübungen sowie Vorträgen und Erfahrungsaustausch zum Streckensegelflug ausgefüllt - und natürlich mit gutem Essen und nettem Beisammensein mit unseren Gastgebern. Für all dies: Lieben Dank an die Babenhäuser Fliegerfreunde!


 

Erfolgreiche Jagd

Bevor die Flugsaison an Ostern startet, wartete am vergangenen Wochenende noch eine besondere Herausforderung auf unsere Jugendlichen: bei traditionellen Schnitzeljagd stellte sich der Segelfliegernachwuchs gemeinsam mit den Freunden der LSV Seligenstadt Zellhausen kniffligen Aufgaben. Die 12 Teilnehmer in drei Teams mussten nach dem Prinzip des "Geocachings" nicht nur die neun Kilometer lange Strecke anhand dürftigen Kartenmaterials finden, sondern darüber hinaus an vier Stationen Charaktereigenschaften beweisen, die auch in der Fliegerei von besonderer Bedeutung sind. Vorallem Teamgeist, Geschicklichkeit und Intelligenz galt es den Stationsleitern zu demonstrieren. Knapp hatte am Ende ein Team aus Zellhausen die Nase vorn und macht sie nun bereits Gedanken, über spannende Aufgaben, welche die Teilnehmer in kommenden Jahr auf ihrem Flugplatz zu lösen haben.

Vandalismus gefährdet Flugsicherheit

Unbekannte haben in der verganenen Woche erneut die Flugsicherheit an unserem Flugplatz gefährdet.
So unterbrachen die Täter den stromführenden Zaun zur Abwehr von Wildschweinen an mehreren Stellen, was zur Unwirksamkeit des Zaunes auf der kompletten Länge führte.
"Seit einigen Jahren bekommen wir im Winter Besuch von den Tieren, die auf der Suche nach Nahrung die Startbahn regelrecht umpflügen", erklärt unser erster Vorsitzender Kurt Kröll die Notwendigkeit des Zaunes.
Rollen die Flugzeuge bei Start oder Landung mit hoher Geschwindigkeit über die zentimetertiefen Löcher, kann dies zu schweren Schäden und unter Umständen zu Unfällen mit Personenschaden führen.
"Wir können über die Motivation der Täter nur spekulieren", so Kurt Kröll enttäuscht über die zweite Beschädigung innerhalb weniger Wochen. Für uns bedeutet der Schaden erneuten Einsatz und finanziellen Aufwand, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Aus diesem Grund behalten wir uns vor, per Anzeige gegen die unbekannten Täter vorzugehen.
Parallel zur Aufstellung des Zauns steht wir im engen Kontakt mit den örtlichen Jägern, um eine langfristige Lösung zu finden.

Vom Militär-Jet an die Spitze der Segelflug-Oldtimer - Reinheimer Flugsportler weltweit unter den Top 10

Flog René Kernbach in den achtziger Jahren noch einen Düsenjet der DDR-Luftwaffe, so hebt er mittlerweile in einem Oldtimer-Segelflugzeug ab - und das sehr erfolgreich: 2015 erzielte René den zweiten Platz der bundesweiten Oldtimer-Wertung. Weltweit rangierte er damit auf dem achten Platz von knapp 1500 teilnehmenden Piloten aus 36 Ländern.

Um möglichst oft in der Luft sein zu können, erwarb René ein eigenes Flugzeug. Den finanziellen Möglichkeiten geschuldet, entschied er sich für ein älteres Modell vom Typ SB5e aus dem Jahr 1968. Neben dem günstigen Kaufpreis begeisterte er sich vor allem für die ästhetische Konstruktion mit dem untypischen, V-förmigen Leitwerk. Wartungsarbeiten führt René soweit möglich selbst durch. Dadurch zeigt er, dass mit wenig finanziellen Mitteln eine internationale Top-Platzierung erreicht werden kann.

"Ich möchte jeden Flugtag so gut wie möglich nutzen", erklärt René sein Erfolgsrezept. Systematisch bereitet er sich durch Wetteranalyse und Pflege der Ausrüstung auf jeden fliegbaren Tag vor, um eine möglichst große Strecke zu erzielen - ausschließlich anhand von Aufwinden durch Sonnenkraft. So konnte der Reinheimer im vergangenen Jahr mehrfach Flugstrecken zwischen 400 und 500 Kilometern erreichen. Für ältere Flugzeuge stellt dies aufgrund der geringeren Fluggeschwindigkeit und der geringeren Gleitleistung eine besonders anspruchsvolle Leistung dar.

Auch für 2016 hat sich René wieder vorgenommen, in der Wertung möglichst weit vorne zu landen.